Drabbles - HAPEWELT

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Drabbles

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Drabbles / Copyright

Jana und Tina haben viele schöne Drabbles geschrieben. Drabbles sind kurze Geschichten, die aus genau 100 Wörtern bestehen.
Viele kennen sie bereits aus dem Forum
und nun haben uns die beiden ihre Drabbles für die HAPEWELT zur Verfügung gestellt - vielen Dank!
Das Copyright liegt beim jeweiligen Urheber!

Biiitte!

„Bitte, Schätzelein!“
„Nee, Horst!“
„Bitte Gisela, tu’s für misch!“
„Vergiss es!“
„Warum denn nisch?“
„Isch hab einfach keine Lust! Kannst du dat nisch respektieren!?“
„Nein… bitte bitte! Isch tu auch alles für disch, wat du willst!“
„Warum willste denn überhaupt?“
„Weil isch halt so heiß drauf bin!“
„Du musst auch ma lernen deine Leidenschaft zu zügeln.“
Horst fiel vor Gisela auf die Knie und sah sie aus glänzenden Augen an. „Biiiiiiitte!!!“ Gisela hasste es, wenn Horst diesen treudoofen Hundeblick aufsetzte, doch sie blieb standhaft.
„Nein, dat is endgültisch!“
Horst schniefte geräuschvoll „Bitte.“
„Horst! Ein für allemal! Dat sind meine Gummibärschen!!“

© by Tina

Denglisch

„Of course, you are Hans-Peter! You must be! You have his eyes!“
Anne starrte Horst Schlämmer mit einem Ausdruck wütender Entschlossenheit an. Dieser verschränkte die Arme und grunzte: „Darling, like I told you before, I'm Horst Schlämmer, don't bring me on the palm! With me is not good cherry eating!“
Anne knurrte: „Well, Hans-Peter, you must have an important reason for lying...“ Sie schüttelte ungläubig den Kopf. Horst erstarrte. „Impotent? Bunny, I show you that I am not impotent!“
„Well!“ Anne reichte es. „Do what you want, but let me say you one thing: Your english is under all pig!“

© by Tina


Der Sinn des Lebens

Zu vorgerückter Stunde saßen einige Stammkunden – darunter auch Horst und Gisela – im Wilddieb und der Doornkaat brachte jene verrauchte,  depressive Stimmung hervor, bei der man über den Sinn des Lebens nachzudenken beginnt…
„Du, Horst… warum leben wir eigentlisch?“, fragte Gisela. Horst grunzte und erhob einen Zeigefinger.
„Weißte, Gisela… eigentlisch leben wir gar nisch. Wir sind Kunstfigurn in einer Scheinwelt, gemeinsam mit andern Kunstfigurn. Un wir werdn alle gespielt vom selbn Spaßvogel, der uns erfundn hat! Sogar du!“
Horst grinste zur Seite und blickte direkt in Giselas schockiert aufgerissene Augen.
„Was? Schätzelein, mach disch nisch verrückt, dat war doch nur Spaß!“

© by Tina


Die Namensgeber

„Horst, das ist doch nicht wahr! Du solltest ERNSTGEMEINTE Namens-vorschläge für die Charaktere meiner Hörbücher aufschreiben!“
„Aber Hape, meine Vorschläge sin ernsthaft!“
„Klar, Horst! Wanda Lismus, Witta Mine, Claire Werk, Axel Schweiß, Peter Silie und Lilli Putaner! Tolle Vorschläge!“
„Warum haste misch überhaupt jefragt, wenn dir nix Rescht is?!“
„Aber dein allerSCHLIMMSTER Vorschlag war Theo Dorant!“
„Vielleisch… Frank Reich??“
„Mann! Lass den Unsinn!“
Horst grunzte „Schön! Wenn dir nix passt, mach's doch selbst! Un guck ma hinter disch! Eine deiner blöden Katzenviescher hat ne Pfütze hinterlassen, jetz kannste aufm Boden rumkriechen wie ne Krabbe!“
„Pfütze und Krabbe... DAS IST ES!“

© by Tina


Die Namensgeber 2

Wenig später schlich Horst in Hapes Arbeitszimmer und nahm einen Zettel vom Schreibtisch: „Mal sehen, wat der so für Vorschläge hatte...“
Horsts Grinsen wurde mit jedem gelesenen Namen breiter.
„Jens Eits, Rod Weiler, Marga Sucht, Marion Äse, Heinz Elmann, Lotte Rie! Aber misch auslachen, ne!“
Er ging zu Hape und hielt ihm den Zettel unter die Nase.
„Du musst reden!“, grunzte er. Er warf einen Blick auf den Zettel und höhnte: „Edi Kett! Isch bitte disch!“
Hape entriss ihm wütend das Blatt.
„Sagt gerade der Richtige! Wärst du mein Vater, wäre mein Name wohl Hape Diküre, Hape Gasus oder Hape King!“

© by Tina


Dri-Dra-Drabble

Gisela saß an ihrem Tisch und schrieb eifrig.
„Wenn’s an Silvester schneit, ist das neue Jahr nicht weit.“
Wolfgang sah ihr misstrauisch über die Schulter.
„Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf Morgen.“
Wolfgang kniff die Brauen zusammen.
„Auf der Mauer, auf der Lauer, sitzt ne kleine Wanze.“
Wolfgang biss sich auf die Unterlippe.
„Die Katze tritt die Treppe krumm, der Kater wieder grade.“
Gisela drehte sich um und strahlte Wolfgang an.
„Findest du auch, dass isch Talent hab?“
Wolfgang ballte die Faust.
„Gisela, ich habe dir schon 1000mal erklärt, dass ein Drabble 100 Wörter hat, nicht 10!“

© by Tina


Hund oder Katze?

„Hm...Hund oder Katze, was findest du besser, Gisela?“
„Keins grad, Wolfgang… stör misch nisch, isch bin am Putzen!“
„Aber… Hunde sind so anhänglich und treu…“
„Na, warum fragste dann?“
„Katzen wiederum sind unabhängig und geheimnisvoll…“
„Lös dat Problem allein!!“
„Hunde stehen für Macht und Männlichkeit…“
„…“
„Katzen aber wurden sogar im alten Ägypten als Göttinnen verehrt…“
„Wolfgang! Isch sach et dir zum letzten Mal! NERV misch damit nisch! Isch kann jetz weder dat eine noch dat andere gebrauchen!“
„Schön…“, schnappte Wolfgang. „Dann musst du mit der rosa Hasenpower-Bettwäsche vorlieb nehmen, wenn dir die mit Hunden und Katzen nicht passen…“

© by Tina


Enthüllungen

Horst Schlämmer stand vor dem Spiegel und war rot bis an die Ohrläppchen. „Nää, isch komm so nisch ausm Badezimmer!“
„Stell disch nisch so an!“, forderte Gisela.
„Aber isch bin nackisch! Völlig nackisch!“
„Wie vereinbart!“
„Aber isch… na gut, Schätzelein.“
Horst trat hinaus, nicht jedoch, ohne seine Blöße mit der Hand zu bedecken.
„Jetzt nimm die Hand weg! Ich möchte es sehen!“
„Niemals! Dat geht nur misch wat an!“
„Hör mal, Horst! Mir reicht et jetzt!“ Gisela packte Horsts Handgelenk und riss es beiseite. Sie grinste.
„Was hast du denn? Ohne den albernen Schnurrbart siehst du viel besser aus, wirklisch!“

© by Tina


In flagranti

Wolfgang schloss seine und Giselas gemeinsame Wohnung auf und hörte Stimmen aus dem Schlafzimmer.
„So is jut, Horst, genau da!“
Er ließ seine Sachen fallen und lauschte an der Tür.
„Mh, ein bisschen tiefer! Oh! Da ist’s jut, ja!“
Wut schäumte in ihm auf. Wie konnte Gisela nur so dreist sein! In ihrer Wohnung! Mit diesem Schlämmer! Er hörte unterdrücktes Kichern.
„Wenn Wolfgang wüsste….“
Besagter stieß polternd die Tür auf. „Ich weiß davon! Verschwindet! Sof….“
Er verstummte und starrte auf Horst, der ein Bild und einen Hammer in der Hand hielt.
„Tschuldige…“, schnappte Gisela. „Isch dachte, vielleicht magst du Picasso.“

© by Tina


Wahre Liebe

Gisela stand mit leuchtenden Augen im Wilddieb und lauschte den himmlischen Worten von Horst, der ihr den Rücken zuwandte.
„Du Tiger, du wilder Hase, du bist escht scharf. Du bist dat Wundervollste, dat je seinen Fuß in diese Kneipe jesetzt hat!“
Gisela traute ihren Ohren kaum. Von Wolfgang hatte sie solche Worte lange nicht gehört.
„An disch kommt keiner ran, du bist abgöttisch jebaut!“
Gisela seufzte. „Hör auf, du machst misch verlegen!“
Horst drehte sich erschrocken um. „Wat haste jesacht? Isch hab disch gar nich kommen hören. Aber isch muss disch loben. War ne tolle Idee, diesen Spiegel hier aufzuhängen!“

© by Tina


Drei kleine Worte...

„De Wichtigste is, dass Sie aufenander zugehe, gegenseitig zuhöre und wisse, was de andere für Wünsche hat!“
Evje saß Wolfgang und Gisela gegenüber. Während Wolfgang zu Boden starrte mit leicht roten Wangen – peinlich diese Eheberatung! - hatte Gisela Evjes Praxiskatze auf den Arm genommen und kraulte sie abwesend.
„Also“, fuhr Evje fort, „ich will, dass Sie jetzt irgenetwas Nettes zuenander sage!“
Gisela tat, als habe sie nichts gehört, stattdessen flüsterte sie der Katze etwas zu: „Du Süße, isch liebe disch!“
Evje war entrüstet: „Aber Gisela! Was is mit de Wolfgang?“
Gisela sah auf: „Wat? Achja... Kätzchen, der Wolfgang liebt disch auch!“

© by Tina


Verfolgungswahn

Gisela kauerte sich tiefer in ihr Versteck. Ihr Atem ging rasselnd, ihre Hände zitterten. Krampfhaft klammerten sich ihre Finger ineinander und sie beobachtete  durch einen Spalt, wie der Mann näher kam, mit wild entschlossenem Blick und verzerrtem Mund. Da! Jetzt konnte sie ihn schon ganz nahe hören, gefährlich nahe. Im gleichen Takt seiner Schritte schlug ihr eigenes, panisches Herz.
„Lass ihn vorbei gehen, lass ihn mich nicht sehen!“, bat sie innerlich. Doch zu spät! Der Mann trat genau vor ihr Versteck, riss den Vorhang zur Seite und funkelte sie an.
„Hab disch, Schätzelein! Du bist dran mit Suchen!“, rief Horst.

© by Tina


Wilde Anmache

Gisela zögerte einen Moment. Dann gab sie sich einen Ruck und drückte auf den Klingelknopf. Fast in demselben Moment öffnete Horst von innen die Tür.  Er sah lüstern auf seine Besucherin: “Schätzelein, da bist du ja.“
„Ähm, ja, aber isch weiss nischt, ob das eine gute Idee war.“
„Aber ja Schätzelein. Es wird ein unvergesslischer Abend.“
Zu fortgeschrittener Stunde: „Schätzelein, isch mach disch jetzt an! Du kannst nichts dagegen tun. Isch bin ein Anmacher und Aufreißer . Weisse. Wehre disch lieber nischt länger!“
Gisela kam aus dem Bad.
„Bitte???“
„Isch will diese Kerze anmachen, aber die Streichholzpackung lässt sich nischt aufreißen.“

© by Jana


Zeitproblem

„Wolfgang is auf Kur...“
Gisela saß auf der Couch und wickelte sich das Telefonkabel um den Zeigefinger.
„Der kommt erst heut Nacht wieder, wenn du später noch vorbeikommen willst...!“
Sie kicherte. Wolfgang schloss die Haustür auf. Als er Giselas Stimme hörte, lauschte er an der Wohnzimmertür. Entsetzen spiegelte sich auf seinem Gesicht, als er Fetzen des Telefongesprächs aufschnappte:
„Sischer mag isch Rosen. Auf meiner Bettwäsche sind welche, soll isch's dir nachher zeigen??“
Wolfgang ließ seine Kurtasche fallen und stieß die Tür auf.
„Was geht hier vor??“, rief er.
Gisela sah ihn verdattert an, dann fasste sie sich: „Offensischtlisch deine Uhr!“

© by Tina


Ansichtssache

„Habe Sie de Dialog, de Sie führe sollte, aufgeschriebe?“, fragte Evje Wolfgang und Gisela. Wortlos reichte Gisela Evje einen Zettel, auf dem  stand:
Gisela: „Ich hab so lange auf diesen Moment gewartet!“
Wolfgang:„Wärst du traurig, wenn ich dich verließe?“
Gisela: „Klar, was denkst du denn?!“
Wolfgang: „Gibt es Männer, die du lieber hast als mich?“
Gisela: „Nein, auf keinen Fall!“
Wolfgang: „Gut, ich würde sagen, wir lieben uns noch!“
„Na, das klingt doch gar nisch so übel!“, rief Evje erfreut,
„Sie mache Fortschritte in Ihrer Ehe!“
Gisela runzelte die Stirn: „Wirklisch?! Sie müssen dat von unten nach oben lesen!“

© by Tina


Die Dompteuse

Evje van Dampen sah auf den furchtsamen Mann in ihrer Praxis. „Sie müsse Ihre Frau auch sage, dass Sie sie liebe, dass Sie verrückt nach sie sind.  Sie sind eine Tiger. Was sind Sie?“, fragte Evje.
„Isch... bin ein... Tiger.“
„So sagt das eine kleine zahme Katerchen. Was sind Sie?“
„Ich bin ein Tiger.“
„Seie Sie wild, entschlossen, leidenschaftlich!“
„ICH BIN EIN TIGER.“
„Lauter, lassen Sie ihn raus!!!“
„ICH BIN EIN TIGER!!!!“
Förmlich schnaubend vor Entschlossenheit stürmte Wolfgang nach Hause, schloss die Tür auf und holte tief Luft. Von drinnen krähte es: „WOLFGANG???! KOMMST DU ENDLICH???!!“
„Ja..., Gisela..., isch komme.“

© by Jana


Gentleman

An der Tür des „Wilddiebes“ hing ein Schild:
„Geschlossen wegen Umräumarbeiten!“
Wütend klopfte Horst. Erst nach fünf Minuten öffnete jemand.
„Verdammt, können Sie nicht lesen, hier steht... Horst! Wie passend! Du kannst helfen, die neuen Möbel zu schleppen!“
Horst grunzte: „Hätt isch dat jewusst, hätt isch misch daheim besoffen...“
Dennoch ließ er sich hineinziehen. Drinnen waren mehrere Leute dabei, die schweren Barhocker vor die Theke zu befördern, darunter Gisela, die sich verzweifelt bemühte, zwei Hocker gleichzeitig zu tragen.
„Schätzelein, so geht dat nisch!“, rief Horst.
Ein dankbarer Ausdruck erschien auf Giselas verschwitztem Gesicht. Wie hilfsbereit!
„Wieso jehst du nisch zweimal!“

© by Tina


Polizeikontrolle

Nach einer durchzechten Nacht fuhr Horst mit dem Auto nach Hause. Seine Schlangenlinien blieben nicht unbeobachtet. Bald schon wurde er von einer hübschen  Politesse herausgewunken.
„N'Abend! Bitte mal blasen!“ Sie hielt ihm ein Testgerät hin.
„Hase, dat geht nisch, isch hab Schnappatmung!“
„Gut, dann steigen Sie bitte aus und gehen in einer geraden Linie!“
„Dat geht auch nisch! Isch habe Füße!“
„Dann bleibt uns nichts Anderes übrig als ein Bluttest!“
„Um Jottes Willen! Schatz, isch habe Kreislauf!“
„Bitte!“ Die Politesse verlor die Geduld.
„Dann fahren wir jetzt zur Wache!“
„Jut.“ Horst stieg aus. „Aber Sie müssen fahren, isch bin besoffen!“

© by Tina


Verflüchtigt

Noch immer saß Horst Schlämmer auf dem Polizeirevier. „Schätzelein, jestern, dat war jar nicht jut. Sagte der Chef, es würde Veränderungen  jeben für misch. Hab isch jedacht, isch werd endlisch Chefredakteur. Pustekuchen, isch hab´n halbet Jahr Innendienst. Und wejen Kreislauf brauchtisch´n Doornkaat. War wirklich nicht viel, wirste sehen bei dat Erjebnis.“
Der Polizeiarzt betrat den Raum.
„Herr Schlämmer, ich muss Ihnen leider nochmal Blut abnehmen zur Alkoholbestimmung.“
„Wat? Sie ham misch jenuch jepiekt.“
„Tut mir leid, die erste Probe ist weg.“
„Wat habt ihr mit die Probe jemacht?“
„Nichts, aber bevor wir sie analysieren konnten, ist sie schlichtweg verdunstet.“  

© by Jana


Am nächsten Morgen

Horst Schlämmer schnaufte gereizt in den Telefonhörer: „Isch fahr da jetzt nischt hin, auf keinen Fall. Isch kann nischt, isch hab`n Kater. Beim  Karnickelzüchterverein jibts keine heiße Story, nischt um sieben Uhr morgens. Weisse Bescheid. In die Redaktion komme isch später. Isch hab halt`n Kater heute, na und? Dat kommt in die besten Familien vor. Und dass mir keine blöden Kommentare  kommen dann, wenn isch wieder inne Redaktion bin.“
Er knallte den Hörer wuchtig auf. Horst hockte sich auf den Boden und schnurrte förmlich: „Na Peterle, isch geb dir jetzt`n Schälchen Milsch und dann teilen wir beide uns mein Mettbrötschen.“

© by Jana


Horsts Abschied

Geschockt stand Gisela vor Horsts Büro. Namenlos war ihr Entsetzen, ausgelöst durch das Schild, welches an Horsts verschlossener Türe hing:

Horst Schlämmer
R.I.P.

Gisela schlug eine Hand vor den Mund und begann zu weinen. Horst sollte tot sein? Wieso erfuhr sie es auf diese Weise? Sie lehnte sich heulend gegen die Tür. Ulle, Horsts Praktikant, lief vorbei und stoppte verdutzt.
„Gisela? Du hier? Was ist los?“
Sie deutete auf das Schild. „Horst is tot?!“, schluchzte sie. Ulle bekam große Augen, starrte das Schild an und begriff. Er lachte laut. „Ach! Das hat er selber geschrieben! Horst Schlämmer: Reporter in Pause!“

© by Tina


Auf frischer Tat

Diesmal arbeitete er allein. Er wollte seinen Erfolg mit niemandem teilen. Zu oft schon war er leer ausgegangen. Seinen Plan hatte er tausendmal durchdacht und  alles einkalkuliert. Vor allem sollte ihm heute kein weibliches Wesen dazwischenfunken.
Die Wohnung hatte er lautstark verlassen, dass jeder bemerkt haben musste: ER war nicht da. Ganz heimlich war er zurückgekehrt, hatte gewartet, bis alles still war. Dann schlich er lauschend durch alle Räume, bis er das Objekt seiner Begierde endlich  sah.
Siegestrunken grunzte er leise. Triumphierend streckte er die Hand aus. Jedoch: „Hab ich's doch jewusst, dat du der Übeltäter anne Gummibärschentüte bist, Hannilein!“

© by Jana


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