Das Meerschweinchen - HAPEWELT.de

Direkt zum Seiteninhalt
Fan-Ecke > Die Fanfictions
Das Meerschweinchen
Fan-Ecke > Die Fanfictions
HannileinEs war ein herrlicher Spätsommertag. Die Sonne schien und kaum ein Wölkchen zog über den Himmel. Kinder spielten auf dem nahe gelegenen Spielplatz und man hörte sie vergnügt toben. Gegenüber dem Spielplatz stand ein großes Mehrfamilienhaus. Es war mit großen roten Backsteinen verklinkert und die große, grün gestrichene Tür stand sperrangelweit offen.
Ein kleiner Junge saß im kühlen Treppenhaus und machte ein ganz trauriges Gesicht. Er trug eine abgewetzte blaue Latzhose und hatte feuerrotes strubbeliges kurzes Haar. Vor ihm an der Wand hingen lauter Briefkästen. Für jede Familie im Haus einer. Alle waren genauso grün gestrichen wie die Haustür. Auch der Hausbesitzer wohnte hier und zu seinem Briefkasten, der unten rechts an der Wand hing, schaute der Junge unentwegt hin.
HannileinBlutbahnen rannen den Kasten hinunter und auf dem Fußboden hatte sich schon eine kleine Pfütze gebildet. Oben am Briefschlitz blitze etwas Fell hervor, doch man konnte nicht erkennen was genau es war. Plötzlich kam ein kleines Mädchen herein gelaufen und setzte sich neben den Jungen auf die Treppe. Sie hatte genauso rote Haare wie er, nur waren ihre zu zwei Zöpfen zusammen gebunden. Die kleine trug ein rosa Kleidchen, was vom vielen Spielen schon ganz mitgenommen war. Sie musste seine jüngere Schwester sein, denn sie war etwas kleiner als er und die Ähnlichkeit der beiden war wirklich nicht zu übersehen.
„Hannilein“, sagte sie zu ihm, „jetzt schau nicht so traurig, aber es war doch schon tot und du wolltest es ja unbedingt da reinstecken.“ Sie deutete auf den Briefkasten.
„Ich hab das Meerschweinchen aber lieb gehabt“ sagte er sehr traurig.
Hannilein„und die Mama wird mich sicher verhauen, weil es jetzt tot ist und im Briefkasten vom Hausbesitzer liegt. Ich trau mich nicht nach oben.“ Betreten schaute er auf seine Füße. Er musste es aber der Mama sagen, weil die ja immer das Schweinchen gefüttert hatte und es ihr sonst auffallen würde, dass es nun weg ist. So schlich er doch nach einiger Zeit ganz leise die Treppe zur Wohnung hoch. Hannilein betrat die Wohnung und hörte seine Mama in der Küche. Er begann zu rufen: „Mami, du?“
„Hm?“ sagte die Mami.
„Das Meerschweinchen ist tot“, sagte er ganz betreten. Noch hatte er sich nicht ganz in die Küche getraut. Aber da die Mami in der Küche mit dem Abwasch beschäftigt war und laut mit dem Geschirr klapperte, verstand ihn nicht richtig.
Hannilein„Hm?“
„DAS MEERSCHWEINCHEN IST TOT!“ sagte er mit mehr Ausdruck.
„Willst du ein neues?“ fragte sie dann.
„Nein, das geht ja auch wieder tot“ antwortete Hannilein sehr traurig. Die Mami stand in ihrer Kittelschürze am Spülbecken und hatte genauso rotes Haar wie ihre Kinder. Dann sagte sie bestimmt: „Das Meerschweinchen hat sowieso immer nur gestunken und überall rumgeknabbert.“
„Ich hab das aber lieb gehabt“, meinte Hannilein.
„Geh schön Spielen Schatz!“ versuchte sie ihn zu beruhigen.
Doch dann rückte Hannilein mit der Sprache raus: „Mami holst du das Meerschweinchen?“
Hannilein„Lass es im Käfig liegen, der Papa gibt’ dann morgen dem Hasso, von Tante Lotti.“
„Und der isst das dann?“ fragte Hannlilein ganz entsetzt.
„Ja, Schatz!“
„Das kann man nicht mehr essen.“ sagte er ganz entrüstet.
„Hm??“
„DAS KANN MAN NICHT MEHR ESSEN!!“
„Ja dann is ja gut,“ meinte die Mami.
„Mami ich bin schuld, dass das Schwein tot ist. Melanie und ich haben um das Meerschweinchen gewettet. Melanie hat gewettet, dass du unser erstes Meerschweinchen in Sommer vom Balkon geschupst hast, weil es pipi in die Blumen gemacht hat.“
„Hat Melanie überhaupt schon seine Hausaufgaben gemacht?“ fragte die Mami leicht böse.
„Jetzt das Meerschweinchen liegt im Briefkasten, beim Hausbesitzer, aber das ging da nicht richtig rein und da hat die Melanie es mit ihr sein Kettcar überfahrn.“
„Macht bloß wieder alles sauber“, schimpfte die Mami.
„Mami, wischt du das weg?“ fragte er ganz kleinlaut.
„Räumt eure Ecke gefälligst alleine auf.“
„Nein, unterm Briefkasten das Blut...“
„Habt ihr schon wieder im Flur gespielt??“ fragte sie ganz entrüstet.
Hannilein„Wir haben doch nur das Schwein da rein geworfen. Mami, du hast unser erstes Meerschweinchen im Sommer wohl vom Balkon geschupst. Melanie hat mir die Blutflecke aufer Straße gezeigt. Und da hat sie die Sau gewonnen, weil die brauchte doch ein Unfallopfer für ihr Kettcar.“
Ganz entnervt ging die Mami dann nach einer Weile doch ins Treppenhaus und versuchte alles Mögliche um das Meerschweinchen aus dem Briefkasten wieder herauszubekommen. Aber so schwer es rein ging, genauso schwer bekam sie es wieder raus. Auch das Blut versuchte sie, so schnell es ging, wieder vom Briefkasten und Fußboden abzubekommen. Nicht auszudenken was der Hausbesitzer sagen würde, wenn er das hier sehen würde. Das gab noch `ne Menge Ärger für unser Hannilein, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.
© Text by Dina

© 2017 HAPEWELT.de - Die Hape Kerkeling Fanbase | Datenschutz | Impressum | Hilfe & Kontakt

Zur HAPEWELT gehören:

NEWS-Ticker | Gästebuch

Facebookseiten:

Club Las Piranjas | Kein Pardon

© 2017 HAPEWELT.de - Die Hape Kerkeling Fanbase
Datenschutz | Impressum | Hilfe & Kontakt

Folge uns auf:

Zurück zum Seiteninhalt