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Das Wiedersehen
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GiselaEin lauer Sommertag neigte sich langsam dem Ende. Der Himmel war klar, nur vereinzelt zog eine kleine Wolke ihre Bahnen, die Vögel sangen und ein Hauch von Spannung lag in der Luft. Das spürte Horst genau, als er die Straße vor der Redaktion betrat. Es war spät geworden in Grevenbroich. Die Geschäfte hatten längst schon geschlossen und die Menschen waren auf dem Weg nach Hause. Auch der bekannteste Reporter der Stadt wollte sich gerade auf den Weg machen, aber nicht nach Hause sondern zum „Wilddieb“, seiner Stammkneipe.
Dort geht er fast jeden Tag nach Redaktionsschluss hin, denn zu Hause war er immer nur alleine.
Da fühlte er sich doch recht einsam und wollte vorher erst noch in netter Gesellschaft sein Herrengedeck trinken. Doch an diesem Abend war es nicht wie immer, denn Horst war ganz aufgeregt, denn er war verabredet.
Horst SchlämmerVor einer Weile, als er mal wieder einen richtig miesen Tag in der Redaktion verbracht hatte, hatte er abends eine sehr aufregende Begegnung mit einer tollen Dame gehabt. Und seitdem ging sie ihm nicht mehr aus dem Kopf. Gisela hieß sie und sah verdammt gut aus. Horst hatte sich sofort in sie verliebt, doch wollte Gisela zuerst nicht auf seine Annäherungsversuche eingehen, denn ihr ging das alles ein bisschen zu schnell.
Horst jedoch war sofort Feuer und Flamme für sie. Nachdem sie ihn hatte sitzen lassen nach seinem Kreislaufkollaps, hatte er seine journalistischen Fähigkeiten eingesetzt und sich daran gemacht, Gisela ausfindig zu machen. Denn sie hatte ihm ja leider keinen Anhaltspunkt gegeben wo sie genau herkommt, aber aus der Nähe musste es sein. Dafür hatte er ein Gespür.
Und dank einer Personenbeschreibung, die er ins „Grevenbroicher Tagblatt“ gesetzt hatte, hatte Gisela sich bei ihm gemeldet, jedoch nichts ahnend wer sie da eigentlich sucht.
Gisela war, genau wie Horst, oft allein zu haus, obwohl sie verheiratet ist. Doch ihr Mann ist nur selten bei ihr, da er oft auf Kur fährt. Und um nicht immer einsam zu hause zu sitzen, dachte sie sich, doch auf dieses kleine Abenteuer könne sie sich ja einlassen. Der Wolfgang bekommt es ja sowieso nicht raus. Und nun sollte sie ihren heimlichen Verehrer kennen lernen. Gisela war bereits im „Wilddieb“ angekommen und wartete gespannt. Sie war viel zu früh dran, denn vor lauter Neugierde und Aufregung hatte sie es nicht mehr zu hause ausgehalten.
Schick sah sie aus. Sie trug eine rosa Bluse mit passender Hose dazu. Auch ihre Haare hatten einen ganz leichten roten Schimmer. Unruhig rutschte sie auf ihrem Hocker hin und her. Vor Aufregung hatte sie sich bei Günni ein kleines Gläschen Sekt bestellt und nippte nun nervös daran. Alle paar Minuten schaute sie auf die Uhr, aber die Zeit wollte und wollte nicht vergehen, doch jetzt wartete sie schon so lange und verlor langsam die Hoffnung, das ihr Date noch kommen würde.
GiselaIn einer halben Stunde wollte sie gehen, doch so lange wollte sie noch warten. Dann ging die Tür auf und jemand kam herein, aber ihre Verabredung schien das auch diesmal nicht zu sein.
Ausgerechnet heute kam Horst später zur Kneipe, weil mal wieder alles schief lief beim Tagblatt und Horst länger bleiben musste. Er hoffte so, dass Gisela noch da war und nicht schon wieder gefahren. Beim „Wilddieb“ angekommen machte Horst voller Ehrfurcht die Kneipentür auf, und da saß sie...
Genau wie bei ihrem ersten Treffen saß Gisela an der Theke und schaute zur Tür. Als sie Horst hereinkommen sah, wusste sie, dass er ihre Verabredung war.
‚Och nee... nicht dieser aufdringliche Mensch’ dachte sie und verzog das Gesicht. Horst schien das jedoch nicht zu bemerken und säuselte ein „Hallo Schätzelein, schön, dass du noch da bist“ und küsste ihre Hand. Gisela schaute ganz verdattert drein, denn soviel Höflichkeit hatte sie dem Horst gar nicht zugetraut. Er setzte sich neben sie und begann sich mit ihr ganz vertraut zu unterhalten, dieses Mal wollte er alles richtig machen und nicht gleich wieder mit der Tür ins Haus fallen so wie beim letzten Mal. Trotz allem konnte er sich nicht verkneifen, doch ab und an mal wie zufällig ihren Arm zu berühren, was Gisela zwar bemerkte aber nicht abwehrte. Ganz im Gegenteil. Sie genoss es förmlich endlich mal wieder umgarnt zu werden, denn Wolfgang, ihr Mann, war schon eine ganze Weile nicht mehr da gewesen. Sie begann dann dem Horst zu erzählen, dass sie jetzt bald im Fernsehen zu sehen sei. Denn sie hatte einen Lieblingskaffee, für den sie werben durfte.
Horst SchlämmerDas machte Gisela unheimlich stolz. Horst hörte ganz gespannt zu und wollte alles ganz genau wissen. Auch er war bereits einmal im Fernsehen gewesen. Bei einer Quizsendung hatte er mal mitgemacht. „Ich war bei dem Jauch“ sagte er zu Gisela.
„Ja, ich erinnere mich, das hab ich auch gesehen.“ Sie war davon ganz begeistert, besonders davon, dass Horst es geschafft hat, dass Herr Jauch auf den Ratestuhl musste.
Die Zeit verging für die beiden wie im Flug. Gisela schaute auf die Uhr und wurde sichtlich betrübt, denn sie wollte die letzte S-Bahn nach hause noch bekommen und musste daher gehen.
Horst begleitete sie vor die Tür und wusste insgeheim, dass sie wieder zu ihrem Mann zurückkehren würde. Aber er hatte sich wirklich gefreut, dass Gisela sich die Zeit für ihn genommen hatte und nicht sofort verschwunden war.
„Danke, für den netten Abend“, sagte sie und gab ihm zum Abschied ein kleines Küsschen auf die Wange. Dann verschwand sie in der Nacht. Horst jedoch stand noch lange vor dem „Wilddieb“ und schaute ihr nach.
© Text by Dina

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