Der Junge muss an die frische Luft - HapeWelt.de

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Der Junge muss an die frische Luft
Der Junge muss an die frische Luft
Plakat - Der Junge muss an die frische Luft (© by Warner Bros.)
Filmdaten
Länge:
ca. 95 Minuten
Regie:
Caroline Link
Drehbuch:
Ruth Toma
Buchvorlage:
Hape Kerkeling
Genre:
Biografie
Kinostart:
25.12.2018
Hapes Rolle:
spielt sich selbst
Besetzung
Julius Weckauf:
Hans-Peter
Luise Heyer:
Mutter Margret
Sönke Möhring:
Vater Heinz
Hedi Kriegeskotte:
Oma Änne
Joachim Król:
Opa Willi
Ursula Werner:
Oma Bertha
Rudolf Kowalski:
Opa Hermann
Maren Kroymann:
Frau Höltermann
Diana Amft:
Frau Kolossa
Elena Uhlig:
Tante Gertrud
Birge Schade:
Tante Lisbeth
Eva Verena Müller:
Tante Annemarie
Jan Lindner:
Matthes
Leon Wöllper:
Hans-Peter (5 Jahre)
Auszeichnungen
  • Bayerischer Filmpreis - Beste Regie für Caroline Link
  • Goldene Leinwand - für 3 Millionen Zuschauer in den ersten 18 Monaten nach Kinostart
  • ROMY - Bester Nachwuchs männlich für Julius Weckauf
  • ROMY - Beste Regie Kinofilm für Caroline Link
  • ROMY - Beste Bildgestaltung Kinofilm für Judith Kaufmann
  • Deutscher Filmpreis - Besucherstärkster Film
Nominierungen
  • Deutscher Filmpreis - Beste Nebenrolle für Luise Heyer
  • Deutscher Filmpreis - Bestes Drehbuch für Ruth Toma
  • Deutscher Filmpreis - Beste Kamera/Bildgestaltung für Judith Kaufmann
  • Deutscher Filmpreis - Beste Regie für Caroline Link
  • Deutscher Filmpreis - Bester Spielfilm
Handlung
Ruhrgebiet in den 1970er-Jahren. Der kleine Hans-Peter wohnt zusammen mit seinen Eltern Margret und Heinz sowie seinem Bruder Matthes im Haus von „Omma“ Bertha und „Oppa“ Hermann auf dem Land. Neugierig beobachtet er die Kundschaft im Lebensmittelladen seiner „Omma“ Änne.
Die Großfamilie trifft sich häufig zu Familienfeiern. Hans-Peter, wegen seines leichten Übergewichts zuweilen von Mitschülern gehänselt, lernt es früh, seine pummelige Erscheinung gezielt einzusetzen: Mit Parodien von Kunden, Schlagersängern oder TV-Figuren unterhält er die Onkel und Tanten und verbucht damit bereits große Lacherfolge. Schon bald träumt er davon, seinen Fernsehidolen nachzueifern und selbst im Fernsehen aufzutreten.
Nach dem Umzug in das Haus der Großeltern Änne und Willi in Recklinghausen darf Hans-Peter seine glückliche Kindheit im städtischen Milieu fortsetzen. Er wird von seiner Mutter durch den Garten gejagt, lernt reiten und freundet sich platonisch mit seiner Mitschülerin Sabine an. Während des Karnevals besteht Hans-Peter darauf, sich als Prinzessin zu verkleiden, wofür ihm Tante Gertrud eigens ein Kostüm schneidern muss, weil sich für seine Figur kein passendes findet. Bei der folgenden Feier im Familienkreis gibt Tante Annemarie ein Lied von Zarah Leander zum Besten, was Hans-Peter nachhaltig beeindruckt.
Hans-Peters Vater ist als Schreiner oft beruflich unterwegs, während sich Mutter Margret um ihre beiden Söhne und den Haushalt kümmert. Die Nervosität seiner Mutter bekommt auch Hans-Peter zu spüren – wegen einer chronischen Kieferhöhlenentzündung muss sie sich einer Operation unterziehen. Der Eingriff hat Folgen: Sie verliert dadurch ihren Geruchs- und Geschmackssinn. Dies und der Alltagsstress treiben sie zunehmend in die Depression.
Wenn seine Mutter sauer auf ihn ist, weil er wieder etwas angestellt hat, flüchtet sich Hans-Peter stets in die Arme seiner gutmütigen Großeltern. Oma Änne prophezeit ihm kurz vor ihrem Tod eine große Zukunft: Er wird berühmt werden. Die Verwandten nehmen Anteil, als sich Mutter Margrets Zustand verschlechtert. Hans-Peters Vater ist verzweifelt, weil sie sich unter keinen Umständen psychologisch behandeln lassen will. Hans-Peter gelingt es gelegentlich, sie mit komischen Einlagen und Schlagern aufzuheitern.
Nach einem zweiwöchigen Ferienausflug mit Opa Willi ins Salzburger Land kehrt Hans-Peter zurück und merkt, dass es seiner Mutter nach wie vor sehr schlecht geht. Eines Abends erlaubt sie ihm, lange aufzubleiben und allein fernzusehen, während sie früh zu Bett geht. Später legt sich Hans-Peter beunruhigt zu seiner schlafenden Mutter und horcht die Nacht hindurch irritiert und alarmiert auf ihre ungewöhnlichen Atemgeräusche. Als frühmorgens der Vater von der Arbeit nach Hause kommt, wird deutlich, dass die Mutter mit Schlaftabletten einen Selbstmordversuch unternommen hat. Sie kehrt nicht aus dem Krankenhaus zurück.
Für Hans-Peter wird ihre Beerdigung zu einer schier unerträglichen emotionalen Prüfung. Oma Bertha und Opa Hermann erklären sich bereit, zu Heinz und seinen Söhnen nach Recklinghausen zu ziehen und sich um die beiden Jungen zu kümmern.
Dennoch ist Hans-Peter zu bedrückt, um in dem von seiner Klasse aufgeführten Theaterstück aufzutreten – für ihn wäre die Hauptrolle eigentlich ein Selbstgänger. Sein Unternehmungsgeist erwacht erst wieder, als das Jugendamt sich einschaltet, um festzustellen, ob seine recht betagten Großeltern nicht schon zu gebrechlich sind, um für ihn zu sorgen. Die von Hans-Peter geschickt inszenierte „Familienpräsentation“ überzeugt die Frau vom Amt vollkommen davon, dass Hans-Peter durchaus in guten, robusten Händen geborgen ist. Jedenfalls geht Oma Bertha bald darauf entschieden dazwischen, als Tante Gertrud Hans-Peters Vater Heinz noch während des Trauerjahres mit der heiratswilligen Frau Kolossa verkuppeln will.
Allmählich beherzigt Hans-Peter Opa Willis Weisheit, dass „das Leben doch irgendwie weitergehen muss“ – sein Lebensmut kehrt zurück: Da alle großen Rollen in dem Schulstück bereits vergeben sind, akzeptiert Hans-Peter eine winzige Nebenrolle und verwandelt sie in einen begeistert aufgenommenen Auftritt. Daraufhin schreibt er einen Brief an Loriot und bewirbt sich um
die Dicki-Hoppenstedt-Rolle in dessen Sketch „Weihnachten bei den Hoppenstedts“. Auch wenn er als Antwort eine erste Absage bekommt … die Weichen für seine Karriere sind gestellt.

Wissenswertes

  • Die Dreharbeiten zum Film fanden von Juli bis Mitte September 2017 in Berlin, an Originalschauplätzen im Ruhrgebiet und in Bayern statt.
  • Regie führte die Oscarpreisträgerin Caroline Link.
  • Julius Weckauf wurde aus 5000 Kanditaten für die Rolle des Hans-Peter ausgesucht und war zum Zeitpunkt der Dreharbeiten 9 Jahre alt.
  • Am 25.01.2019 wurde der Film in der Kategorie BESTE REGIE mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet.
Mit freundlicher Genehmigung von © 2018 UFA Fiction GmbH / Warner Bros. Entertainment GmbH; Filmplakat/Bilder: © Warner Bros. 2018

»Der Junge muss an die frische Luft« - Media

Der Junge muss an die frische Luft
Hape Kerkeling, welcher mit seinem Pilgerbericht »Ich bin dann mal weg« seine Fans überraschte und Leser jeden Alters begeisterte, lädt auf die Reise durch seine Memoiren ein. Sie führt nach Düsseldorf, Mosambik und in den heiligen Garten von Gethsemane; vor allem aber an die Orte von »Peterhansels« Kindheit: in Recklinghausens ländliche Vorstadtidylle und in die alte Bergarbeitersiedlung Herten-Scherlebeck. Eindringlich erzählt er von den Erfahrungen, die ihn prägen, und warum es in fünfzig Lebensjahren mehr als einmal eine schützende Hand brauchte.
Buch | Filmausgabe
Erschienen:
Verlag:
Seiten:
ISBN 10:
ISBN 13:
04.12.2018
Piper
320
349231239X
978-3492312394
Der Junge muss an die frische Luft
Mit »Ich bin dann mal weg« hat er Millionen Leser und Hörer inspiriert. Hier spricht Hape Kerkeling über seine Kindheit im Ruhrgebiet, Gurkenschnittchen und den ersten Farbfernseher – entwaffnend ehrlich, mit großem Humor und Ernsthaftigkeit. Über das Auf und Ab einer dreißigjährigen Karriere. Und darüber, warum es manchmal ein Glück ist, sich hinter Schnauzbart und Herrenhandtasche verstecken zu können. Über berührende Begegnungen und Verluste, Lebensmut und die Energie, immer wieder aufzustehen.
Außerdem enthält das Buch viele Bilder aus dem Film.
Hörbuch | CD
Erschienen:
Label:
Dauer:
CDs:
ISBN-10:
ISBN-13:
04.12.2018
Hörbuch Hamburg
ca. 465 Minuten
8

978-3-86952-402-3
Mit freundlicher Genehmigung von: piper.de und Hörbuch Hamburg Verlag
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